Die Einteilung der Wahlhelfer:innen für die Bundestagswahl ist bereits weitestgehend abgeschlossen. Gemeldete Wahlhelfer:innen werden rechtzeitig über ihren Einsatz informiert. Aktuell können Anmeldungen als Wahlhelfer:innen nur für die Reserve berücksichtigt werden.

Die Wahl in den Wahllokalen und auch die Auszählung der Briefwahl wird durch ehrenamtliche Wahlhelfer:innen durchgeführt. Die ehrenamtlichen Wahlhelfer:innen bilden den Wahlvorstand. Für die Durchführung einer Wahl werden allein in Bremerhaven über 800 ehrenamtliche Wahlhelfer:innen benötigt.

Zu den Aufgaben der ehrenamtlichen Wahlhelfer:innen zählen beispielsweise:

  • Überprüfung der Wahlberechtigung aufgrund des Wählerverzeichnisses
  • Ausgabe der Stimmzettel
  • Freigabe der Wahlurne für den Einwurf des Stimmzettels
  • Ermittlung des Wahlergebnisses

Wahlhelfer:innen müssen ihr Amt unparteiisch wahrnehmen (z. B. dürfen sie auch kein Zeichen tragen, das auf die eigene politische Überzeugung hinweist) und sind zur Verschwiegenheit über die ihnen bei ihrer amtlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Angelegenheiten verpflichtet.

Zur Vorbereitung auf die Tätigkeit erhalten Wahlhelfer:innen ausführliches Informationsmaterial. Zudem werden Schulungen angeboten

Voraussetzungen

Wahlhelfer:innen, die Mitglieder des Wahlvorstandes sind, müssen bei der betreffenden Wahl selbst wahlberechtigt sein.

Bei der Wahl zum  Deutschen Bundestag sind die Voraussetzungen:

  • Deutsche Staatsangehörigkeit
  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • nicht durch Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sein.

Bei der Wahl zum Europäischen Parlament sind die Voraussetzungen

  • Deutsche Staatsangehörigkeit oder Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union
  • Vollendung des 18. Lebensjahres
  • nicht durch Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sein.

Bei den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft und zur Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bremerhaven sind die Voraussetzungen:

  • Deutsche Staatsangehörigkeit
  • Vollendung des 16. Lebensjahres
  • nicht durch Richterspruch vom Wahlrecht ausgeschlossen sein
  • seit mindestens drei Monaten eine Hauptwohnung im Land Bremen haben.

Die Tätigkeit als Wahlhelfer:in erfolgt ehrenamtlich. Grundsätzlich ist jede:r Wahlberechtigte zur Übernahme der ehrenamtlichen Tätigkeit verpflichtet. Sie darf nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden. In folgenden Fällen besteht  z. B. das Recht, eine Tätigkeit als Wahlhelfer:in abzulehnen:

  • am Wahltag ist das 65. Lebensjahr vollendet
  • es kann glaubhaft gemacht werden, dass die Fürsorge für die Familie die Ausübung des Amtes in besonderer Weise erschwert
  • aufgrund einer Krankheit, Behinderung, aus dringenden beruflichen oder sonstigen wichtigen Gründen kann das Amt nicht ausgeübt werden.

Das Bestehen eines wichtigen Grundes muss nachgewiesen werden.

Nicht berufen werden dürfen:

  • Wahlbewerber:innen
  • Vertrauenspersonen der Wahlvorschläge
  • Mitglieder anderer Wahlorgane

Erfrischungsgelder

Wahlhelfer:innen erhalten für ihre Tätigkeit ein Erfrischungsgeld. Die Höhe des Erfrischungsgeldes variiert je nach Aufwand und Verantwortung.
Für die Wahl zum Deutschen Bundestag am 26.09.2021 erhalten:

  • Wahlvorsteher:innen    70 Euro
  • Stellvertretende Wahlvorsteher:innen    65 Euro
  • Schriftführer:innen 65 Euro
  • Beisitzer:innen 60 Euro