Häufig gestellte Fragen

  • Menschen aus der Ukraine können vorerst selber entscheiden, wo sie unterkommen möchten. Das kann auch bei Freunden und Verwandten sein oder bei fremden Menschen, die ein Zimmer oder eine Wohnung anbieten. Ukrainerinnen und Ukrainern ist der visafreie Aufenthalt in Deutschland für bis zu 90 Tage erlaubt, wenn sie über einen biometrischen Pass verfügen. Auch wer schon im Dezember 2021, Januar oder Februar 2022 eingereist ist, braucht sich bis zum 31. Mai 2022 nicht um die Verlängerung des Aufenthalts kümmern. Das Migrationsamt Bremen hat am 2. März 2022 eine entsprechende Allgemeinverfügung veröffentlicht.

    Wer nicht über einen biometrischen Pass verfügt, hätte mit einem Visum einreisen müssen. Wer ohne Visum eingereist ist, kann bei der Ausländerbehörde (Migrationsamt, +49 421 361-88630; e-mail: ukraine@migrationsamt.bremen.de) einen Duldungsantrag stellen. 

  • Schutzsuchende aus der Ukraine benötigen bis zum 23. Mai 2022 keine Aufenthaltserlaubnis. Es ist also nicht erforderlich, sich sofort bei der Ausländerbehörde (Migrationsamt) zu melden. Die Meldung ist aber erforderlich, wenn der Aufenthalt über den 23. Mai 2022 hinausgehen soll.

    Wer beim Amt für Soziale Dienste finanzielle Unterstützung beantragt, verpflichtet sich, sich anschließend ebenfalls bei der Ausländerbehörde in Bremen einen Aufenthaltstitel zu besorgen (Migrationsamt, +49 421 361-88630; e-mail: ukraine@migrationsamt.bremen.de).

  • Für den Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis füllen Sie bitte das Formular aus, das Sie rechts unter „Weitere Informationen“ finden und senden es per Mail ans Migrationsamt (ukraine@migrationsamt.bremen.de). Sie müssen für jede Person Kopien des Passes (oder anderer Identitätsdokumente) einscannen und mitschicken. 

    Das Migrationsamt bescheinigt Ihnen daraufhin die Antragsstellung. Später erhalten Sie einen Termin zur Aufnahme der biometrischen Daten. Das ist erforderlich, damit das Migrationsamt anschließend eine Aufenthaltserlaubnis erteilen kann.

  • Nein. Menschen aus der Ukraine werden auf Grundlage des § 24 des Aufenthaltsgesetzes aufgenommen (die sogenannte „Massenzustrom-Richtlinie“).  Ukrainischen Staatsangehörigen empfiehlt das zuständige Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) deshalb, keinen Asylantrag zu stellen. Nach dem Aufenthaltsgesetz ist ihnen der Aufenthalt in Deutschland zunächst für ein Jahr erlaubt, eine Verlängerung um zwei weitere Jahre ist möglich.

  • Wer in Bremen ankommt, kann vorerst in Bremen bleiben. Zum Ende des visafreien Aufenthalts (23. Mai 2022) ist ein Termin bei der Ausländerbehörde erforderlich, um den Aufenthalt zu verlängern.

    Wer nicht mit einem biometrischen Pass eingereist ist, muss sich schon jetzt bei der Ausländerbehörde melden (Migrationsamt, +49 421 361-88630; e-mail: ukraine@migrationsamt.bremen.de)

  • Paragraph 24 des Aufenthaltsgesetzes gewährt vorübergehenden Schutz zunächst für ein Jahr, anschließend für bis zu zwei weitere Jahre. Gewährleistet sind damit ein Anrecht auf Unterkunft und Sozialleistungen, Krankenversicherungsschutz und medizinische Versorgung sowie das Recht auf Bildung und Schulbesuch. Paragraph 24 stellt auch den Zugang zum Arbeitsmarkt sicher.  Paragraf 24 wird angewandt auf 

    a) ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24. Februar 2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten,

    b) Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer als der Ukraine, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen 

    c) gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben (Anm.: Diese Personen verfügen regelmäßig über einen entsprechenden Pass, aus dem sich ihr Status ergibt),

    d) Familienangehörige der unter (a) und (b) genannten Personengruppen.

    e) Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer, die nachweisen können, dass sie sich vor dem 24. Februar 2022 auf der Grundlage eines ukrainischen gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben, und die nicht in der Lage sind, sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückzukehren.
    (Anmerkung: Die Prüfung erfolgt durch die zuständige Ausländerbehörde.)

    Nähere Auskünfte kann die Ausländerbehörde in Bremen erteilen (Migrationsamt, +49 421 - 361-88630; e-mail: ukraine@migrationsamt.bremen.de).

  • Das Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) hat die wichtigsten Informationen zusammengestellt, auch in englischer und ukrainischer Sprache:
    BMI - Homepage - Fragen und Antworten zur Einreise aus der Ukraine (bund.de)
    (https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/faqs/DE/themen/ministerium/ukraine-krieg/faq-ukraine-artikel.html)