Sie sind hier:
  • Behörden
  • Gesamtschule Bremen-Mitte an der Hemelinger Straße Oberschule und Ganztagsschule

Gesamtschule Bremen-Mitte an der Hemelinger Straße Oberschule und Ganztagsschule

Verbindung mit der BSAG suchen

Die Gesamtschule Mitte (GSM) wurde in Bremen im Gebäude an der Hemelinger Straße im Schuljahr 1988/89 gegründet. Die Schule entstand auf Betreiben einer Bürgerinitiative, die maßgeblich von Eltern getragen wurde. Sie umfasst die Jahrgänge 5-10.
Im Schuljahr 2004/05 wurde die GSM um den Standort Brokstraße erweitert. Der Standort Hemelinger Straße ist drei-, der Standort Brokstraße ist zweizügig. Insgesamt sind an der GSM rund 60 Lehrkräfte, vier Sozialpädagog/innen und weitere Mitarbeiter in der pädagogischen Arbeit beschäftigt.

Die GSM ist eine Ganztagsschule. Gegenwärtig gibt es für alle Jahrgänge von Dienstag bis Donnerstag Mittagessen (angeboten vom ASB) und Nachmittagsunterricht. Das Mittagessen ist für die Jahrgänge 5-8 verpflichtend. Das gemeinsame Mittagessen ist pädagogischer Bestandteil des Lebens und Lernens in der Schule. Es stehen an beiden Standorten ein Freizeitbereich, eine Mensa und Lehrerarbeitsplätze zur Verfügung. Der große Vorteil beider Schulstandorte ist, dass sie klein und überschaubar sind.

Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit: Lehrer und Eltern stimmen darin überein, dass das Miteinanderlernen und -leben von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Neigungen, Interessen und unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft für alle eine Bereicherung bedeutet. Ausgangspunkt der Unterrichtsgestaltung an der GSM ist somit, dass Kinder und Jugendliche nicht alle in gleicher Weise lernen. Unterschiedliche Lernarten und Lernvoraussetzungen erfordern eine Unterrichtsgestaltung, bei der Formen des selbstständigen Lernens im Mittelpunkt stehen. Der Unterricht soll am Entwicklungsstand und an den Interessen der Schüler ansetzen, wenn es um die Vermittlung der sachlichen Inhalte geht. Im Unterricht hat Lernen in Kleingruppen eine wichtige Bedeutung. Hier werden Partner- und Teamarbeit und auch selbständiges Lernen schrittweise eingeübt. Beim regelmäßig stattfindenden Kleingruppenabend wird gemeinsam mit Eltern, Schülern und Klassenlehrern über das Miteinander in der Gruppe wie auch über die individuelle Lernentwicklung des Kindes gesprochen.
Die Klassen 5 - 7 werden in der Regel von zwei Klassenlehrern betreut.

Auf regelmäßigen Teamtreffen koordinieren die Lehrerteams ihre Arbeit und besprechen regelmäßig die pädagogischen Ziele und Inhalte.

Im 5. Jahrgang führen alle Schüler ein Sozialtraining durch, das in der Hand der Sozialpädagogen liegt.

Anstelle der üblichen Schulnoten und Zeugnisse werden in den Klassen 5 - 8 Lernentwicklungsberichte geschrieben. Sie geben detailliert Aufschluss über Lernfortschritte und -schwierigkeiten. Nach geltenden Vorschriften der KMK werden vom 9. Jahrgang an Zensuren erteilt. Die Schüler können die Schule mit der (erweiterten) Berufsbildungsreife, dem mittleren Schulabschluss und der Übergangsberechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe abschließen.

Ab Jahrgang 7 werden einige Fächer differenziert auf dem E- und G-Niveau unterrichtet: Dies sind ab Jahrgang 7 die Fächer Englisch und Mathematik, ab Jahrgang 8 das Fach Deutsch und ab Jahrgang 9 das Fach Naturwissenschaften. Der Unterricht erfolgt in diesen Fächern an der GSM durchgehend binnendifferenziert, d.h. die Schüler bleiben in ihren Klassen bzw. Lerngruppen, innerhalb des Unterrichts gibt es unterschiedliche Angebote für die verschiedenen Lernniveaus.

Regelmäßig finden Klassen- bzw. Kursfahrten statt, die auch dazu dienen, Erlerntes zu festigen (Sprachenfahrten nach England und Frankreich, ...). Seit vielen Jahren finden Schüleraustausche mit Frankreich statt, im letzten Schuljahr wurde zudem erstmalig ein Austausch mit einer Schule in England durchgeführt. Ebenfalls seit vielen Jahren nimmt die GSM an Comeniusprojekten teil. Auch in diesem Rahmen finden Fahrten bzw. Austausche statt.

Die GSM ist eine Schule gegen Rassismus und Schulpreisträger beim Wettbewerb des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik 2012. Weiterhin unterstützen wir unsere Patenschule in Komanfara /Mali. Im Schuljahr 2011/12 wurde ein Austausch mit der Partnerschule in Bamako / Mali durchgeführt. Im aktuellen Schuljahr 2013/14 wird es einen Austausch mit der Lulu High School der Mekaela Academies in Ukunda / Kenia geben.

Die GSM ist seit Frühjahr 2009 Mitglied im Verbund "Blick über den Zaun" ( http://www.blickueberdenzaun.de/ ). Dies ist ein Verbund reformpädagogisch orientierter Schulen, der seit 1989 besteht, um Schulentwicklung "von unten" zu betreiben. Ziel des "Blick über den Zaun" ist es, durch regelmäßige wechselseitige Besuche ("peer reviews"), durch Tagungen und das Anwerben weiterer Schulen dazu beizutragen, dass Schulen im direkten Erfahrungsaustausch voneinander lernen, einander anregen, ermutigen und unterstützen.

Veränderte Unterrichtsstruktur: Zu Beginn des Schuljahres 2007/08 wurde für die neuen 5. Klassen am Standort Brokstraße die Unterrichtsstruktur verändert. Konkret wurde der Unterricht in die Phasen Start, Lernbüro, Projekte und Werkstätten aufgeteilt. Diese Struktur wurde zum Schuljahr 2012/13 für die neuen 5. Klassen auf den Standort Hemelinger Straße übertragen. Ziel sind die weitere Stärkung der Selbstständigkeit und der Eigenverantwortung der Schüler und eine veränderte Erarbeitung der Unterrichtsinhalte unter dem Motto "vom Fach zum Thema".

Start: Hier wird gemeinsam der Tag geplant, Organisatorisches besprochen, Konflikte geklärt und Unterrichtsergebnisse präsentiert.

Lernbüro/fachintensiv: Die Schüler erarbeiten in einer vorbereiteten Lernumgebung die Inhalte weitgehend selbstständig. Dabei lösen sich Phasen mit geleitetem Unterricht (fachintensiv) und Epochen mit höheren Anteilen selbstständigen Lernens ab. Das Lernbüro umfasst Teile der Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik und wird jeweils von einem Fachlehrer begleitet.

Projekt: Jeweils über mehrere Wochen wird ein Thema intensiv und fächerübergreifend erarbeitet. So fließen beispielsweise in das Projekt "Pflanzen und Tiere" neben den Arbeitsaufträgen aus den Naturwissenschaften auch solche aus den Bereichen Deutsch, Englisch, Mathematik und Kunst mit ein. Auch ein eigenes, selbst gewähltes Thema, das anschließend vor den Mitschülern oder Eltern präsentiert wird, ist Bestandteil eines Projektes.

Werkstätten: Sie umfassen die Bereiche "Kulturelles", "Forschendes", "Kreatives", "Bewegendes" und "Soziales". Die Themen kommen u.a. aus den Bereichen Arbeitslehre, Kunst, Musik, Sport und Naturwissenschaften. Durch die Integration der Arbeitsgemeinschaften sind die Angebote und die Wahlmöglichkeiten für die Schüler größer worden. In diesem Band wird ab Jahrgang 6 auch die 2. Fremdsprache (Spanisch oder Französisch) angeboten.

Beratungsgespräch: Etwa alle vier Wochen führt jeder Schüler mit einem fest zugeordneten Lehrer ein persönliches Gespräch, das im Lerntagebuch dokumentiert wird. So wird die Entwicklung des Schülers kontinuierlich begleitet.

Jahrgangsübergreifendes Lernen am Standort Brokstraße: Das Lernen am Standort Brokstraße findet jahrgangsübergreifend statt. Dabei werden aus den Jahrgängen 5-7 und 8-10 Lerngruppen gebildet. Jeweils ein Drittel älterer Schüler verlässt am Ende eines Schuljahres diese Lerngruppen, jeweils ein Drittel jüngerer Schüler kommt zu Beginn eines Schuljahres neu hinzu. So bilden zu Beginn eines Schuljahres etwa 8 Schüler des neuen 5. Jahrgangs zusammen mit jeweils 8 Schülern aus dem 6. und 7. Jahrgang eine Lerngruppe. Durch das jahrgangsübergreifende Lernen wird das soziale Lernen verstärkt, das individuelle Lernen vertieft und gefestigt. Dadurch, dass Schüler auch immer wieder zu Lehrenden gegenüber anderen Mitschülern werden, wird eigenes Wissen gefestigt. Zudem kann jeder Schüler seine eigene Lerngeschwindigkeit finden und jüngere leistungsstärkere Schüler finden problemlos über das eigene Jahrgangsniveau hinausgehende interessante Themen. Rollenzuordnungen können in den Lerngruppen jährlich neu entstehen.

Am Standort Hemelinger Straße wurde das jahrgangsübergreifende Lernen im Schuljahr 2014/15 eingeführt. Die Jahrgänge 5-7 werden dort - mit einigen Modifizierungen - ebenfalls jahrgangsübergreifend unterrichtet, die Ausdehnung auf die Jahrgänge 8-10 wird schrittweise erfolgen.

Eine Weiterentwicklung dieses Modells ist in Planung.