Sie sind hier:

Adoption eines deutschen Kindes

Wenn Sie ein Kind adoptieren möchten, müssen Sie sich bei der Adoptionsstelle Bremen bewerben. Sie steht Ihnen bei Fragen zur Seite und führt die Vermittlung von Kindern zu neuen Eltern durch.

Die Adoptionsstelle Bremen berät Mütter und Väter, die eine Fremd-, Verwandten- oder Stiefelternadoption anstreben. Die Adoptionsstelle prüft die Eignung der Bewerber und führt die Vermittlung von Kindern zu neuen Eltern durch. Die Eignungsüberprüfung erfolgt über die Teilnahme an einem Seminar, einzureichende Unterlagen, Gespräche sowie Hausbesuche. Erst nach einer positiven Prüfung werden diese als Adoptionsbewerber anerkannt. Welche Adoptiveltern für ein Kind ausgewählt werden, bestimmt das Team der Adoptionsstelle. Dabei steht das Kindswohl immer an erster Stelle. Eine Vermittlung erfolgt dann, wenn die Entwicklung eines Eltern-Kind-Verhältnisses zu erwarten ist.

Voraussetzungen

Wer ein Kind adoptieren möchte, muss unbeschränkt geschäftsfähig sein. Für Ehepaare gilt, dass sie nur gemeinschaftlich adoptieren können. Grundsätzlich müssen Adoptiveltern folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Ein Mindestalter von 25 Jahren - für Ehepaare gilt: ein Ehepartner muss mindestens 25 Jahre, der andere mindestens 21 Jahre alt sein.
  • Sichere Einkommensverhältnisse bzw. eine ausreichende finanzielle Absicherung müssen nachgewiesen werden.
  • Die beruflichen Verhältnisse müssen genügend Zeit für die Kindeserziehung zulassen.
  • Die Gesundheit muss durch ein Gesundheitszeugnis nachgewiesen sein. Hier reicht ein Attest des Hausarztes. Ein Merkblatt zur Vorlage beim Arzt erhalten Sie bei der Adoptionsstelle.
  • Die Straffreiheit muss durch ein polizeiliches Führungszeugnis bestätigt werden. Hier wird ein erweitertes Führungszeugnis benötigt. Eine Bescheinigung zur Vorlage beim Stadtamt erhalten Sie bei der Adoptionsstelle.
  • Die Partnerschaft sollte seit mindestens vier Jahren im selben Haushalt gelebt werden. 
  • Die Adoptiveltern müssen die Religion des Kindes bzw. den Wunsch zur religiösen Erziehung der leiblichen Eltern achten.
  • Es dürfen keine parallelen medizinischen Verfahren zur Überwindung der eigenen Kinderlosigkeit verfolgt werden.

 Die gemeinschaftliche Adoption wird bevorzugt behandelt. Füralleinstehende Bewerber kommt eine Adoption nur dann in Frage, wenn:

  • ein verwandtes Kind aufgenommen wird.
  • bereits eine bedeutsame Beziehung zu dem Kind besteht.
  • durch die Adoption das vertraute Wohnumfeld erhalten bleibt.
  • sichergestellt ist, dass das Kind in stabilen sozialen Verhältnissen aufwächst.

Über eine intensive Beratung wird die Bereitschaft ein Adoptivkind aufzunehmen einer eingehenden Prüfung unterzogen. Dazu gehören die Teilnahme an einem themenbezogenen Seminar, Gespräche und Hausbesuche. Zusätzlich muss ein Bewerberbogen ausgefüllt und eine Lebensbeschreibung erstellt werden, die bisherige Lebensabschnitte sowie familiäre Beziehungen und andere emotionale Bindungen näher betrachtet.

Nachdem die Adoptiveltern ausgewählt worden sind, erhalten diese sämtliche Informationen über das Kind und können es kennenlernen. Innerhalb dieses Vermittlungsprozesses können die Eltern ihre Entscheidung für oder gegen das Kind überdenken.

Mit der Aufnahme des Kindes in den Haushalt der  Eltern beginnt die Adoptionspflegezeit. Sie endet mit Adoptionsbeschluss durch das Familiengericht. Nach Abschluss des Adoptionsverfahrens vor dem Familiengericht erfolgt automatisch die Beurkundung im Geburtenregister. Das Kind erhält dann die rechtliche Stellung eines leiblichen Kindes und die Rechtsbeziehungen zur leiblichen Familie erlöschen.

Rechtsgrundlagen

Weitere Hinweise

Sie haben keinen Rechtsanspruch auf die Vermittlung eines Kindes.

Wie lange dauert die Bearbeitung

Individuell unterschiedlich. Es gibt keine Wartezeit, in der Form, dass mit zunehmender Dauer des Wartens der Anspruch auf ein Kind erworben wird.

Welche Gebühren/Kosten fallen an?

Es enstehen Kosten für die Beantragung von Unterlagen, die Teilnahme an einem Adoptivbewerber-Seminar, Notarkosten und Kosten für das Gerichtsverfahren.