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Fundsachen abgeben

Wenn Sie einen verloren gegangenen Gegenstand finden, der mehr als 10 Euro wert ist, müssen Sie diesen unverzüglich beim Fundamt in der Stresemannstraße 48 oder in einem der Bremer Polizeireviere anzeigen und abgeben.

Die abgegebenen Fundsachen werden sechs Monate aufbewahrt.

Fundsachen sind:

  • Sachen, die einen Besitzer haben und verloren gegangen sind.
  • Gestohlene Dinge, die von einer Diebin oder einem Dieb verloren oder weggeworfen worden sind.

Keine Fundsachen sind:

  • hinterlegte,
  • geliehene oder
  • entsorgte Dinge.

Auch Tiere, die ihrer Eigentümerin oder ihrem Eigentümer abhanden gekommen sind, müssen abgegeben werden. Die zuständige Stelle ist das Tierheim in der Hemmstraße.

Keine Fundtiere sind:

  • Wildtiere und
  • ausgesetzte Tiere.

Der Umgang mit Fundsachen ist durch das Fundrecht geregelt. Auskunft zu den gesetzlichen Hintergründe finden Sie im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den Paragraphen 965 bis 984. Der Vollzug des privaten Fundrechts obliegt nicht dem Ordnungsamt.

 

Finderinnen und Finder besitzen einen Anspruch auf Finderlohn und den Rückerhalt der Fundsache, falls diese nicht innerhalb von 6 Monaten von der eigentumsberechtigten Person abgeholt wird. Im Falle der Rückgabe an die Finderin oder den Finder wird eine Verwaltungsgebühr fällig. Beide Ansprüche müssen bereits bei der Abgabe der Fundsache gestellt werden.

Der gesetzliche Finderlohn beträgt bei einem Schätzwert der Sache von bis zu 500 Euro 5 Prozent, bei einem Mehrwert von 500 Euro 3 Prozent und bei Tieren 3 Prozent.

Ausnahmen:

Persönliche Dokumente und Schlüssel können zum Schutz von personenbezogenen Daten und der Privatsspähre nicht an die Finderin oder den Finder herausgegeben werden. Dies gilt auch für Handys und andere lokale Datenträger, deren Daten nicht gelöscht werden können.

Für Fundsachen in öffentllichen Behörden und Verkehrsanstalten gilt:

Ein Finderlohn wird erst ab einem Wert von 50 Euro ausgezahlt und dann nur zur Hälfte des gesetzlichen Finderlohns. Der Eigentumserwerb ist ausgeschlossen.

Es besteht kein Anspruch auf Finderlohn für Bedienstete der Behörde oder Verkehrsanstalten.

Für Fundsachen in privaten Geschäftsräumen gilt:

Der Anspruch auf Finderlohn und auch der Eigentumserwerb sind nur dann möglich, wenn eine Verzichtserklärung der Geschäftsinhaberin oder des Geschäftsinhabers vorliegt.

Rechtsgrundlagen

Weitere Hinweise

Hinweise für Eigentümer

Wer einen Gegenstand verloren hat, kann entweder "Fundsachen online" nach ihm suchen oder während der Öffnungszeiten beim Fundamt nachfragen. Schriftliche Bestätigungen für nicht gefundene Fahrräder oder andere Fundsachen werden während der Öffungszeiten ausgestellt.

Sollte eine Fundsache Hinweise auf eine konkrete Person enthalten, erfolgt umgehend eine Benachrichtigung vom Fundamt.

Um einen verlorenen Gegenstand zurückzuerhalten, muss das Eigentum daran nachgewiesen werden. Nachweise sind beispielsweise

  • Zweitschlüssel,
  • Kaufbelege,
  • Fotos oder
  •  andere Identifizierungsmerkmale.

Bei der Abholung können Gebühren oder Finderlohn anfallen.