Sie sind hier:

Stationäre Kinder- und Jugendhilfe

Bei schwerwiegenden Problemen in der Familie können Kinder oder Jugendliche in einem Heim oder einer anderen betreuten Wohnform untergebracht werden und erhalten dort  therapeutische und pädagogische Unterstützung.

Die stationäre Unterbringung von Kindern und Jugendlichen außerhalb des Elternhauses sichert deren Unterstützung und Schutz bei Krisensituationen in der Familie. In einer betreuten Wohneinrichtung wird Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten verknüpft. Neben der Unterbringung erhalten die Kinder und Jugendlichen dort:

  • eine materielle und pädagogische Grundversorgung sowie
  • Unterstützung bei der Schul- oder Berufsausbildung, Arbeitsuche und der allgemeinen Lebensführung.

Voraussetzungen

Kinder oder Jugendliche können in einem Heim oder einer anderen betreuten Wohnform untergebracht werden, wenn eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen entsprechende Erziehung im Elternhaus nicht gewährleistet und eine stationäre Betreuung für die Entwicklung geeignet und notwendig ist. Ob Hilfen zur Erziehung in Form einer stationären Unterbringung außerhalb der Familie gewährt werden, hängt vom erzieherischen Bedarf im Einzelfall ab.

Für die Planung und Gewährung von stationären Hilfen zur Erziehung nach § 35a SGB VIII ist der Fachdienst für Junge Menschen in den Sozialzentren des jeweiligen Stadtteils zuständig.

Rechtsgrundlagen

Weitere Hinweise

Die stationäre Jugendhilfe wird in der Regel befristet und mit dem Ziel angeboten, die Rückkehr in die Herkunftsfamilie bei einer Verbesserung der Erziehungsbedingungen zu ermöglichen.

Welche Gebühren/Kosten fallen an?

Die Sorgeberechtigten müssen sich möglicherweise im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten an den Kosten der Heimerziehung bzw. stationären Unterbringung beteiligen.