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Frühkindliche Bildung im Kindergarten

Kinder, die ein Jahr alt werden, haben einen Anspruch auf frühkindliche Bildung im Kindergarten.

Kinder, die in einem Kalenderjahr (also bis zum 31. Dezember) ein Jahr alt werden, besuchen ab dem 1. August (also frühestens, wenn sie 7 Monate alt sind) einen Kindergarten.

Allen Kindern, deren Eltern dies wünschen, haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz von sechs Stunden im Kindergarten (3-6 Jahre) oder vier Stunden in der Krippe (0-3 Jahre. Wenn Eltern eine Förderung von weniger als 30 Stunden pro Woche wünschen, können sie dies in der Kita anmelden.

Kinder, die mindestens 5 Stunden am Tag gefördert werden, können ein Mittagessen bekommen. Kinder die länger als 5 Stunden pro Tag gefördert werden, nehmen immer am Mittagessen teil.

Für den Kindergarten müssen Eltern einen Beitrag zahlen, der sich nach ihrem Verdienst, der Familiengröße und den Wochenstunden richtet.

Voraussetzungen

Kinder, die in einem Kalenderjahr (also bis zum 31. Dezember) ein Jahr alt werden, gehen ab dem 1. August in den Kindergarten. Sie können dort ohne Angabe von Gründen 30 Stunden in der Woche bzw. 6 Stunden pro Tag gebildet und gefördert werden. Werden mehr als 30 Stunden Förderung in der Woche gebraucht - z.B. um zu arbeiten, um eine Ausbildung zu machen, um eine Arbeit zu suchen oder sich für eine Arbeit zu qualifizieren - muss dies nachgewiesen werden. Auch eine besondere Situation in der Familie kann ein Grund für längere Förderzeiten sein.

Auch in den Ferien können Kinder in die Kita gehen. Kitas haben  4 Wochen im Jahr geschlossen. Dann hat allerdings eine benachbarte Kita geöffnet. Dort können dann auch Kinder gerade geschlossener Kitas betreut werden, wenn es notwendig ist. .

Nicht immer kann ein Kind die Einrichtung besuchen, das seine Eltern wünschen. Hat eine Kita mehr Anmeldungen, als Kinder aufgenommen werden können, werden zuerst Kinder aus der Umgebung, Geschwisterkinder und Kinder mit besonderer Situation in der Familie aufgenommen.

Eltern die ergänzend zu den Zeiten im Kindergarten eine Betreuung benötigen, können sich an PiB-Pflegekinder in Bremen wenden. Dort wird geprüft, ob ein Platz bei einer Tagesmutter / einem Tagesvater zur Verfügung steht.

Alle Eltern erhalten Anfang Januar des Jahres, in dem ihr Kind ein Jahr wird, einen Brief mit dem Kita-Pass des Kindes. Der Kita-Pass ist wichtig - er muss von den Eltern aufbewahrt werden, bis sie ihr Kind im Kindergarten anmelden.

Jedes Jahr im Januar können Eltern ihr Kind in allen Kitas anmelden, wenn es vom 1. August an  einen Kindergarten besuchen soll. Bei der Anmeldung muss der Kita-Pass in der gewünschten Kita abgegeben werden, denn Anmeldungen sind nur vollständig , wenn der Kita-Pass beigefügt ist .

Eltern, die keinen Kita-Pass erhalten haben (z.B. weil sie zugezogen sind) legen in der Kita eine Meldebescheinigung oder Geburtsurkunde vor. Die Kita kümmert sich dann darum, dass das Kind  die für die Vollständigkeit der Anmeldung wichtige ID-Nummer bekommt . Dieses Verfahren gilt auch, wenn Eltern den Kita-Pass verloren haben.

Jedes Kind kann und muss nur einmal, nur in einer Kitaangemeldet werden. Eltern können aber in der Anmelde-Kita  weitere Wünsche zu anderen Kitas abgeben, die sie sich für die Betreuung ihres Kindes auch vorstellen können . Die Kitas im Stadtteil sprechen sich untereinander unter Federführung der Tagesbetreuung der Senatorin für Kinder und Bildung ab - für jedes angemeldete Kind mit einem Anspruch auf Förderung  wird ein Platz angeboten.

Wenn Eltern sich für ihr Kind nur die Anmelde-Kita für die Aufnahme Ihres Kindes vorstellen können, , müssen sie das in der Kita unterschreiben. Das bedeutet, dass das Kind auf der einrichtungsbezogenen Warteliste geführt wird, bis eine Platz frei wird. Die Tagesbetreuung der senatorischen Behörde für Kinder und Bildung kann nur dann bei der Suche nach einem Platz unterstützen, wenn Eltern erklären, dass sie sich ein Platzangebot auch aus einer anderen Kita wünschen.

Es ist unnötig, das Kind an möglichst vielen Stellen anzumelden. Die Anmelde-Kita unterstützt Eltern gemeinsam mit den anderen Kitas in einem Stadtteil und der Tagesbetreuung der senatorischen Behörde für Kinder und Bildung bei der Suche nach einem Platz, wenn Eltern es wünschen.  

Es ist auch nicht nötig, das Kind möglichst frühzeitig anzumelden. Die Chancen einen Platz in der Wunsch-Kita zu bekommen, erhöhen sich dadurch nicht. Alle Kinder, die im Januar angemeldet werden  erhalten im nächsten Kindergartenjahr ein Platzangebot. Es sei denn, dass die Eltern auf eine bestimmte Kita festgelegt sind, die aber nicht genügend freie Plätze hat, um alle Kinder aufzunehmen, die angemeldet sind.

Zum Ende der Sommerferien jeden Jahres werden viele Plätze in den Kitas frei, weil etwa ein Drittel der  Kindergartenkinder in die Schule wechseln. Deswegen werden die zum Beginn des Kindergartenjahres freien Plätze nach diesem Verfahren vergeben. Allerdings sind Anmeldungen jederzeit  in den Kitas  möglich.

Wenn in der Anmelde-Kita zu dem gewünschten Aufnahmetermin ein Platz frei, wird das Kind aufgenommen. Wenn kein freier Platz vorhanden ist, müssen Eltern sich entscheiden, ob sie auf einen frei werdenden Platz warten wollen oder ob sie ein Platzangebot aus einer anderen Kita bekommen möchten. Die Tagesbetreuung der senatorischen Behörde für Kinder und Bildung hat in diesem Fall die Aufgabe, an eine Kita mit einem freien Platz weiterzuvermitteln.

Rechtsgrundlagen

Weitere Hinweise

Die frühkindliche Bildung im Kindergarten ermöglicht Kindern gemeinsames Spielen mit anderen Kindern und bietet ihnen vielfältige Lernchancen. Eltern erhalten Tipps zur Entwicklung ihrer Kinder und können sich mit anderen Eltern austauschen. Die Qualität der Angebote wird vom Landesjugendamt Bremen (Betriebserlaubnis für Kindertageseinrichtungen) überwacht. Es finden regelmäßige Fortbildungen der Fachkräfte statt.

Im Rahmenplan für Bildung und Erziehung im Elementarbereich werden die für die Kindergärten in Bremen und Bremerhaven geltenden Qualitätsstandards für frühkindliche Bildung beschrieben.

Welche Fristen sind zu beachten?

Die Anmeldezeit für freie Plätze im nächsten Kindergartenjahr liegt im Januar und wird öffentlich bekannt gegeben.

Eltern, die außerhalb dieser Zeiten einen Platz für ihr Kind benötigen, sollten das Kind spätestens drei Monate vor dem gewünschten Aufnahmetermin in einer Kita anmelden.

Wie lange dauert die Bearbeitung

Zusagen für im Januar eines Jahres zum neuen Kindergartenjahr angemeldete Kinder werden ab März erteilt, die meisten Eltern haben dann Sicherheit. Einige rücken nach, weil andere Eltern den angebotenen Platz nicht annehmen. Eltern, die ab Anfang Mai noch einen Platz für ihr Kind suchen, wird dieser von der Tagesbetreuung der senatorischen Behörde für Kinder- und Bildung vermittelt, wenn Eltern dieses wünschen.

Werden Kinder zu einer anderen Zeit im Jahr angemeldet, vermittelt sie Jugendamt innerhalb von drei Monaten einen Platz, wenn Eltern die Vermittlung der Tagesbetreuung der senatorischen Behörde für Kinder und Bildung wünschen.

Welche Gebühren/Kosten fallen an?

Für die frühkindliche Bildung im Kindergarten werden Elternbeiträge erhoben. Sie richten sich nach der Beitragsordnung für die Kindergärten und Horte der Stadtgemeinde Bremen. Wie hoch dieser ist, hängt vom Einkommen der Familie, von der Zahl der Personen im Haushalt und von der Zeit ab, die das Kind in der Kita verbringt. Für den Besuch eines Angebotes in den Ferien wird kein zusätzlicher Beitrag erhoben. Der Elternbeitrag ist ein Jahresbeitrag für das gesamte Kindergartenjahr, der in 12 monatlichen Raten gezahlt wird.

Für das Mittagessen ist im Elternbeitrag ein Betrag von 35 Euro eingerechnet. Eltern mit "blauer Karte", also mit Anspruch auf Leistungen zur Bildung und Teilhabe, müssen aber keinen Beitrag für das Mittagessen zahlen. Sie können auch Zuschüsse für Ausflüge bekommen.