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Stundung von Steuern

Stundung von Steuern

Steuern (z.B. Einkommensteuer) können gestundet werden, wenn die Steuerzahlung zum Fälligkeitszeitpunkt eine erhebliche Härte für den Steuerschuldner bedeuten würde und der Anspruch durch die Stundung nicht gefährdet erscheint. Die Beurteilung, ob eine erhebliche Härte (z.B. eine nicht selbst herbeigeführte, vorübergehende finanzielle Notlage) vorliegt, ist immer eine Einzelfallentscheidung.

Voraussetzungen

Eine Stundung wird nur auf Antrag gewährt. Der Antrag ist zu begründen. In dem Antrag sind die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse offen zu legen.

Der Stundungsantrag ist in regelmäßige Abständen bei der Finanzbehörde zu stellen, die den Steuerbetrag festgesetzt hat. Diese entscheidet nach Prüfung der vorgetragenenen Gründe über den Antrag und erteilt einen entsprechenden Bescheid.

Weitere Hinweise

Steuern können nicht gestundet werden, soweit ein Dritter die Steuer für Rechnung des Steuerschuldners zu entrichten, insbesondere einzubehalten und abzuführen hat (z.B. Arbeitgeber bezüglich der Lohnsteuer).

Welche Fristen sind zu beachten?

Keine

Wie lange dauert die Bearbeitung

Die Bearbeitung von Stundungsanträgen erfolgt unverzüglich nach Eingang des Antrags bei der zuständigen Finanzbehörde.

Welche Gebühren/Kosten fallen an?

Für die Bearbeitung eines Stundungsantrags werden keine Gebühren erhoben.
Im Falle der Gewährung einer Stundung von Steuern fallen jedoch regelmäßig Zinsen an. Die Zinsen betragen für jeden gestundeten Monat 0,5 Prozent des gestundeten Betrags.