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Wohngeld - Lastenzuschuss beantragen

Lastenzuschuss (Wohngeld für Eigentümer) könnte Ihnen zustehen, wenn Sie ein geringes Einkommen haben, z.B. unter 956,00 € netto für Alleinstehende und wenn Sie keine anderen Sozialleistungen erhalten.

Beim Lastenzuschuss wird die finanzielle Belastung bezuschusst. Die Kosten müssen vom Eigentümer selbst, nicht von Dritten, aufgebracht werden.

Lastenzuschuss erhalten Eigentümer:

  • eines selbst genutzten Eigenheimes
  • einer selbst genutzten Eigentumswohnung
  • eines Geschäftshauses oder eines Gewerbebetriebes, wenn das Haus selbst bewohnt wird
  • Eigentümer eines Mehrfamilienhauses mit drei oder mehr Wohnungen, wenn das Haus selbst bewohnt wird, müssen einen Antrag auf Mietzuschuss stellen

Ob und in welcher Höhe Wohngeld in Anspruch genommen werden kann, hängt von drei Faktoren ab:

  • Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
  • Höhe des Gesamteinkommens
  • Höhe der Belastung

Das Gesamteinkommen ist die Summe der Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder abzüglich bestimmter Frei- und Abzugsbeträge.

Voraussetzungen

Die Belastung ist nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag zuschussfähig.

Wohngeld wird nicht geleistet für:

Empfänger folgender Sozialleistungen, wenn bei der Berechnung der Leistung Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld
  • Übergangsgeld und Verletztengeld jeweils in Höhe des Betrages des Arbeitslosengeldes II, auch bei Vorschüssen und Abschlagszahlungen auf Übergangs- oder Verletztengeld
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder andere Hilfen in einer stationären Einrichtung, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Kinder- und Jugendhilfe, wenn im Haushalt ausschließlich Empfänger dieser Leistungen leben

Keine Wohngeldberechtigung haben:

  • allein stehende Auszubildende oder Studenten, die dem Grunde nach Anspruch auf Leistungen zur Förderung nach dem BAföG oder dem SGB III haben oder im Falle eines Antrages hätten (d. h. wenn diese Leistungen nur deshalb nicht gezahlt werden, weil das eigene Einkommen oder das der Eltern die zulässige Höhe überschreitet).

Ausnahme: Ein Wohngeldanspruch besteht, wenn die Leistungen der Ausbildungsförderung ausschließlich als Darlehen gewährt werden oder wenn Sie mit weiteren Haushaltsmitgliedern zusammenwohnen, die dem Grunde nach kein Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe haben.

Welche Unterlagen benötige ich?

  • Sämtliche Einkommensnachweise der Haushaltsmitglieder der letzten 12 Monate
    z.B. Verdienstbescheinigung, steuerfreie Einnahmen und Kapitalerträge
  • Kopie des Bescheides über Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung nach dem SGB XII
    wenn zutreffend bitte mitbringen
  • Letzter Steuerbescheid/letzte Steuererklärung, Gewinn- und Verlustrechnung
    bei Selbstständigen
  • Schulbescheinigung
    bei Kindern ab 16 Jahren
  • Immatrikulationsbescheinigung
    bei studierenden Kindern 
  • Schwerbehindertenausweis
    Bei vorhandener Schwerbehinderung
  • Bescheid über den Bezug von Pflegegeld
    bei vorhandener Schwerbehinderung
  • Notarieller Kaufvertrag beim Erstantrag
  • Nachweis über die Herstellungskosten - wenn die Finanzierung höher als der Kaufpreis ist - in Form von Nachweisen der Notar- und Gerichtskosten der Maklergebühren und der Grunderwerbsteuer
  • Grundbuchauszug beim Erstantrag
  • Darlehensverträge der Erstfinanzierung beim Erstantrag
  • Nachweise über die Entrichtung der Darlehensraten
  • Jahreszinsmitteilungen des Vorjahres für alle Darlehen und Bausparverträge
  • Wirtschaftsplan bei Eigentumswohnungen
  • Gegebenenfalls Nachweis über das Hausgeld
  • Aktueller Grundsteuerbescheid und dem Zahlungsnachweis
  • Gegebenenfalls Bescheid über die gewährte Eigenheimzulage
  • Sämtliche Unterlagen in Kopie
Für die Bewilligung von Wohngeld muss ein schriftlicher Antrag auf dem amtlichen Vordruck gestellt werden. Die dazu gehörenden Unterlagen können nachgereicht werden. Formlos eingereichte Anträge wirken nur fristwahrend, ein formeller Antrag muss nachgereicht werden. Der Antrag und die Unterlagen können persönlich, per Post oder eingescannt per E-Mail (Unterschrift nicht vergessen) eingereicht werden.

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel 12 Monate. 2 Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes kann ein erneuter Antrag auf Wohngeld gestellt werden.

Für selbstbewohntes Eigentum in einem Mehrfamilienhaus mit mehr als 2 Wohnungen kann Wohngeld nur in Form von Mietzuschuss beantragt werden.

Rechtsgrundlagen

Welche Fristen sind zu beachten?

Wohngeld wird frühestens ab dem Monat des Antragseinganges bewilligt.

Wie lange dauert die Bearbeitung

Verzögerung bei der Antragsbearbeitung

Die zum 01. Januar 2016 in Kraft getretene Wohngeldnovelle, sowie der Datenabgleich führen leider weiterhin zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten. Ich bitte um Ihr Verständnis.

Ansprechpartner


  • Haushaltsmitglied ist die wohngeldberechtigte Person.

    Haushaltsmitglieder sind auch:

    • die/der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte oder Lebenspartner/in
    • die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft lebende Person
    • Geschwister, Tante, Onkel, Nichte, Neffe
    • Schwiegereltern, Schwiegerkinder, Stiefeltern
    • Eltern, Kinder, Geschwister der Lebenspartnerin/des Lebenspartners
    • Schwägerin, Schwager und dessen Kinder, Nichte/Neffe der Ehepartnerin/des Ehepartners
    • Pflegekinder ohne Rücksicht auf ihr Alter und Pflegeeltern
    • Hinweis: Mitglieder einer reinen Wohngemeinschaft gehören nicht zum wohngeldrechtlichen Haushalt. Im Wohngeldantrag sind diese Personen unter Punkt 10 anzugeben.
  • Jahreseinkommen im Sinne des Wohngeldgesetzes ist die Summe der positiven Einkünfte (Brutto abzüglich Werbungskosten) gemäß § 2 Abs. 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes zuzüglich der Einnahmen nach § 14 Abs. 2 Wohngeldgesetz abzüglich der Abzugsbeträge für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge eines jeden Haushaltsmitgliedes.

    Es sind immer alle steuerpflichtigen und steuerfreien Einnahmen gewissenhaft anzugeben.

    Beispiele:

    • bei Arbeitnehmern: Lohn/Gehalt (Verdienstbescheinigung)
    • bei Rentnern: Renten aller Art (Rentenbescheide, Rentenmitteilung)
    • bei Einkommensteuerpflichtigen (soweit der Nachweis nicht durch die Verdienstbescheinigung zu erbringen ist) sämtliche Einkünfte, nachzuweisen durch:
      Einkommensteuer-Vorauszahlungsbescheid
      letzter Einkommensteuerbescheid
      letzte Einkommensteuererklärung
    • bei Empfängern von Unterhaltsleistungen: Nachweis über Art, Höhe und Empfänger der Leistungen
    • bei Kindern: Nachweis über Kindergeld
    • bei Arbeitslosen: Bewilligungsbescheid des Arbeitsamtes über Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II
    • bei Auszubildenden oder Studenten: Nachweis über Art, Höhe und Empfänger der Ausbildungsförderung (z. B. BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe)
    • bei Empfängern von Sozialhilfe oder Kriegsopferfürsorge: Nachweis über Art, Höhe und Empfänger der Leistungen
    • Nachweis über sonstige Leistungen: (z. B. Nachweise über Zinseinnahmen oder sonstige Kapitalerträge, Mieteinnahmen, Leistungen Dritter ggf. auch auf Darlehensbasis, Sachzuwendungen, Stipendien)
  • Wenn Sie in einer anderen Gemeinde oder in einem anderen Bundesland Wohngeld beantragen, verlangt die zuständige Behörde in der Regel die Vorlage einer Negativbescheinigung. Diese wird dann auf Nachfrage von der Wohngeldstelle des ehemaligen Wohnsitzes erteilt. Hierdurch soll abgeprüft werden, ob und bis wann Wohngeld gezahlt wurde.

    Das Ausstellen der Negativbescheinigung ist kostenfrei. Ein persönliches Erscheinen, um die Bescheinigung zu bekommen, ist nicht erforderlich. Die
    Beantragung erfolgt formlos. Eine bevollmächtigte Person ist berechtigt in Vertretung die Negativbescheinigung in der Wohngeldstelle herauszuholen. DIe Vollmacht ist vorzulegen.

  • Grundsätzlich werden keine Termine vergeben.

    Die Öffnungszeiten der Beratung/Antragsannahmestelle sind folgende :

    Montag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr

    Dienstag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr

    Mittwochs: geschlossen

    Donnerstag: 09:00 Uhr bis 12:00 und 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

    Freitag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

  • Änderungen bezüglich der Anzahl der Haushaltsmitglieder, der Höhe der Miete oder Belastung und/oder der Höhe der Einnahmen sollen umgehend mitgeteilt werden. (Mitteilungspflichten)