Sie sind Mutter oder Vater geworden? Dann haben Sie unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Basiselterngeld, ElterngeldPlus und Partnerschaftsbonusmonate.

Den Antrag auf Elterngeld können Sie gerne und ganz einfach digital/online ausfüllen. Den Link mit dem Elterngeldantrag digital finden Sie rechts unter den Formularen oder unter folgendem Link:

https://www.elterngeld-digital.de

Informationen zur Corona-Pandemie:

Sprech-und Besuchszeiten:

Telefonisch erreichen Sie uns dienstags (8:00 bis 10:00 Uhr), donnerstags (8:00-12:00 Uhr) und freitags (10:00-12:00 Uhr).

Für eine persönliche Vorsprache vereinbaren Sie telefonisch mit uns einen Termin. 

Wegen der Corona-Pandemie kann es bei Eltern zu finanziellen Nachteilen kommen. Deshalb wurden vom Bundesfamilienministerium befristete Ausnahmeregelungen beschlossen. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Bundesfamilienministeriums:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/anpassungen-beim-elterngeld-im-bundestag/154918

Anträge zu den gesetzlichen Anpassungen finden Sie auf der rechten Seite unter "Formulare" mit der Endung "Corona".

Gesetzesänderungen zum Elterngeld ab dem 01.09.2021

Die gesetzlichen Bestimmungen ändern sich zum 1. September 2021, daher finden Sie hier zurzeit zwei unterschiedliche Antragsformulare mit dazugehörigen Ausfüllanleitungen.

Für Kinder, die vor dem 01.09.2021 geboren sind, nutzen Sie bitte den „Elterngeldantrag-Geburt vor 01.09.2021“ und die „Ausfüllanleitung-Geburt vor 01.09.2021“.

Für Kinder, die ab dem 01.09.2021 geboren sind, nutzen Sie bitte das Formular „Elterngeldantrag-Geburt ab 01.09.2021“ und die „Ausfüllanleitung-Geburt ab 01.09.2021“.

Allgemeine Informationen 

Das Elterngeld ersetzt 65 Prozent des Erwerbseinkommens, dass nach der Geburt des Kindes wegfällt bis max. 1.800 Euro (Basiselterngeld) oder 900 Euro (Elterngeld Plus). Bei Einkommen unter 1.240 Euro erhöht sich der Prozentsatz bis auf 67 Prozent in kleinen Schritten analog zur Höhe des Einkommens.

Liegt das Einkommen bei weniger als 1.000 Euro im Monat vor Geburt des Kindes steigt der Prozentsatz in kleinen Schritten bis zu 100 Prozent des Nettoeinkommens. Wer vor der Geburt des Kindes nicht berufstätig war, erhält mindestens 300 Euro (Basiselterngeld) oder 150 Euro (Elterngeld plus). Ab einem Jahreseinkommen von 250.000 Euro bei Alleinerziehenden und 300.000 Euro bei Zusammenlebenden entfällt der Anspruch auf Elterngeld.

Bei weiteren, im Haushalt lebenden Kindern wird unter bestimmten Voraussetzungen ein Geschwisterbonus gezahlt. Im Falle einer Mehrlingsgeburt erhöht sich der Anspruch um 300 Euro, der Geschwisterbonus steht hier nicht mehr zu.

Voraussetzungen

Elterngeld wird für Lebensmonate des Kindes beantragt. Die Anspruchsvoraussetzungen müssen grundsätzlich in jedem der beantragten Monate von Anfang an vorliegen. Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter, die

  • ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen,
  • für Geburten vor dem 01.09.2021: nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind,
  • für Geburten ab dem 01.09.2021: nicht mehr als 32 Stunden in der Woche erwerbstätig sind,
  • mit ihren Kindern in einem Haushalt leben und
  • einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben.

Ausnahmen bei ausländischen Arbeitsverhältnissen, insbesondere Entsendungen, sind zu beachten.

Ehepartner:innen- oder Lebenspartner:innen, die das Kind nach der Geburt betreuen - auch wenn es nicht ihr eigenes ist -, können unter denselben Voraussetzungen Elterngeld erhalten.

Für angenommene Kinder und mit dem Ziel der Annahme aufgenommene Kinder gibt es ebenfalls Elterngeld.

NEU: Eltern von Frühgeborenen erhalten zusätzliche Elterngeldmonate (Geburt des Kindes ab dem 01.09.2021)

Abhängig davon, wie früh das Kind auf die Welt kommt, erhalten Eltern bis zu vier Monate länger Elterngeld. So haben sie in dieser herausfordernden Situation mehr Zeit für ihr Kind und die Ruhe und Sicherheit, die sie in ihrer besonderen Situation brauchen.

Konkret gilt: Wird ein Kind mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Termin geboren, erhalten die Eltern einen zusätzlichen Monat Basiselterngeld. Wird das Kind acht Wochen zu früh geboren, gibt es zwei zusätzliche Basiselterngeldmonate, wird es zwölf Wochen vor dem errechneten Termin geboren erhalten die Eltern zusätzlich drei Monate Elterngeld und bei der Geburt 16 Wochen vor dem errechneten Termin erhalten sie zusätzlich vier Monate Elterngeld. Die zusätzlichen Basiselterngeld-Monate können auch in Elterngeld Plus-Monate umgewandelt werden.

Welche Unterlagen benötige ich?

  • Personalausweis oder Reisepass
    • eine Kopie ist bei schriftlicher Meldung ausreichend
    • bei Vertretung mit schriftlicher Vollmacht muss sich der Bevollmächtigte mit einem  Personalausweis oder Reisepass ausweisen können
  • Kopie des Aufenthaltstitels
  • Geburtsbescheinigung
    • mit dem Verwendungszweck "zur Beantragung von Elterngeld", bei Mehrlingsgeburten für jedes Kind.
  • Nachweis über die besonders frühe Geburt
    • durch ein ärztliches Zeugnis oder ein Zeugnis einer Hebamme oder eines Entbindungspflegers.
  • Beschäftigungsnachweis
    • Bestätigung des Arbeitgebers über die Inanspruchnahme von Elternzeit oder die Reduzierung der Arbeitszeit
  • Bescheinigung über Mutterschaftsbezüge, Abrechnung vom Arbeitgeber zur Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse
  • Gehaltsabrechnungen
    • bei nichtselbstständiger Tätigkeit der Mutter: aus den 14 Monaten vor der Geburt
    • bei nichtselbstständiger Tätigkeit des Vaters: aus den 12 Monaten vor der Geburt

    Die Abrechnungen können auch als Kopien vorgelegt werden.

  • Einkommensnachweis bei selbstständiger Tätigkeit
    • Bei selbstständiger Tätigkeit dient als Einkommensnachweis der Steuerbescheid des Jahres vor Geburt des Kindes.  Bei Einkommensausfällen in diesem Veranlagungszeitraum (z.B. schwangerschaftsbedingte Erkrankungen) wird auf Antrag der vorangegangene Veranlagungszeitraum zugrunde gelegt.
    • Werden Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung entrichtet wird auch hierüber ein Nachweis benötigt. Erforderlich ist auch eine Erklärung über die Fortführung der Tätigkeit im Bezugszeitraum. Wird die Tätigkeit stillgelegt / eingeschränkt, eine Ersatzkraft eingestellt, übernimmt bereits vorhandenes Personal zusätzliche Aufgaben, usw.. Ggf. ist dann noch eine Einschätzung der erwarteten Einnahmen im Bezugszeitraum nötig. Nach Ablauf des Bezugszeitraums erfolgt die endgültige Berechnung der Anspruchshöhe.
  • Nachweis bei Mischeinkommen (Einkünfte aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit)
    • Liegen in den 12 Monaten vor Geburt Einkünfte aus nicht selbstständiger und selbstständiger Tätigkeit vor, werden die Einkünfte aus beiden Tätigkeiten aus dem Kalenderjahr vor dem Geburtsjahr herangezogen.