Was machen Sie eigentlich sonntags? Erst einmal ausschlafen, gründlich frühstücken und dann je nach Wetter ins Grüne oder doch lieber zu Hause bleiben? Sie können zumindest an den Wahlsonntagen auch etwas ganz anderes machen. Sie können sich nämlich als Wahlhelfer:in aktiv an den Wahlen beteiligen und so einen wichtigen Teil zu unserer Demokratie beitragen!

Am Wahltag werden Wahlhelfer:innen als Mitglieder der Wahlvorstände oder als Hilfskräfte bei der Durchführung der Wahl entweder im Wahllokal oder bei der Auszählung der Briefwahl eingesetzt. Zu ihren Aufgaben zählen beispielsweise:

  • Überprüfung der Wahlberechtigung aufgrund des Wählerverzeichnisses
  • Ausgabe der Stimmzettel
  • Freigabe der Wahlurne für den Einwurf des Stimmzettels
  • Mitarbeit bei der Ermittlung des Wahlergebnisses

Wahlhelfer:innen müssen ihr Amt unparteiisch wahrnehmen (z.B. dürfen sie auch kein Zeichen tragen, das auf die eigene politische Überzeugung hinweist) und sind zur Verschwiegenheit über die ihnen bei ihrer amtlichen Tätigkeit bekannt gewordenen Angelegenheiten verpflichtet.

Für die Ausübung dieses Ehrenamtes wird eine Aufwandsentschädigung gezahlt. Diese beträgt bei der Bundestagswahl je nach Position im Wahlvorstand 60-70€.

Und was ist mit Corona?

Die Gesundheit der Wahlhelfer:innen und Wähler:innen hat natürlich höchste Priorität.

Bei der Durchführung der Wahl gibt es sowohl für die Wahllokale als auch für die zentrale Auszählung der Briefwahlstimmen ein Hygienekonzept. Dieses sieht unter anderem die bereits bekannten Maßnahmen wie Abstand, Maskenpflicht und regelmäßiges Händedesinfizieren vor, aber auch eine Einbahnstraßenregelung im Wahllokal, Spuckschutzwände und Einmalstifte sollen das Infektionsrisiko minimieren. Zusätzlich wurde darauf geachtet Wahllokale auszuwählen, die groß genug sind um den nötigen Abstand gewährleisten zu können.

Voraussetzungen

Wahlhelfer:innen müssen selbst bei der betreffenden Wahl wahlberechtigt sein. Das bedeutet für die Bundestagswahl, dass man das 18. Lebensjahr vollendet hat, deutsche:r Staatsbürger:in ist und seit mindestens drei Monaten seinen Wohnsitz in Deutschland hat.

Um als Wahlhelfer:in aktiv zu werden, braucht man keine Vorkenntnisse. Je nach Position innerhalb des Wahlvorstandes wird eine Schulung angeboten um die Wahlhelfer:innen optimal auf ihren Einsatz vorzubereiten.

Die Tätigkeit als Wahlhelfer:in erfolgt ehrenamtlich und ist verpflichtend. Sie darf nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden.

Was als wichtiger Grund anerkannt wird, entscheidet grundsätzlich die Wahlbehörde. Das Bestehen eines wichtigen Grundes muss nachgewiesen werden.

Hinweis: Aufgrund eines Gesetzes oder Tarifvertrages kann ein Recht auf Arbeitsfreistellung oder Sonderurlaub für eine Tätigkeit als Wahlhelferin oder Wahlhelfer bestehen.