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Wohngeld - Mietzuschuss beantragen

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Infos zur aktuellen Corona-Situation:

Die persönlichen Sprechzeiten werden bis auf Weiteres ausgesetzt.
Anträge und Unterlagen können u. a. in den Briefkasten vor dem Dienstgebäude Contrescarpe 73 eingeworfen oder per E-Mail an wohngeld@bau.bremen.de gesendet werden. Wohngeldanträge mit Kurzarbeitergeld: siehe unter weitere Hinweise.

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Mietzuschuss (Wohngeld für Mieter) könnte Ihnen zustehen, wenn Sie ein geringes Einkommen haben, z. B. unter 1061,00 € netto für Alleinstehende und wenn Sie keine anderen Sozialleistungen erhalten.

Mietzuschuss erhalten:

  • Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers
  • Eigentümer eines Mehrfamilienhauses mit drei oder mehr Wohnungen, wenn das Haus selbst bewohnt wird
  • Bewohner eines Heimes im Sinne des Bremischen Wohn- und Betreuungsgesetzes, soweit diese nicht nur vorübergehend aufgenommen werden

Ob und in welcher Höhe Wohngeld in Anspruch genommen werden kann, hängt von drei Faktoren ab:

  • Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
  • Höhe des Gesamteinkommens
  • Höhe der Miete

Das Gesamteinkommen ist die Summe der Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder abzüglich bestimmter Frei- und Abzugsbeträge.

Beim Mietzuschuss wird die Miete ohne Heizkosten, Warmwasser und Strom bezuschusst.

Voraussetzungen

Die Miete ist nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag zuschussfähig.

Wohngeld wird nicht geleistet für:

Empfänger folgender Sozialleistungen, wenn bei der Berechnung der Leistung Kosten der Unterkunft berücksichtigt worden sind:

  • Arbeitslosengeld II und Sozialgeld
  • Leistungen für Auszubildende gem. § 27 Abs. 3 Zweites Buch Sozialgesetzbuch
  • Übergangsgeld und Verletztengeld jeweils in Höhe des Betrages des Arbeitslosengeldes II, auch bei Vorschüssen und Abschlagszahlungen auf Übergangs- oder Verletztengeld
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Ergänzende Hilfe zum Lebensunterhalt oder andere Hilfen in einer stationären Einrichtung, die den Lebensunterhalt umfassen, nach dem Bundesversorgungsgesetz oder nach einem Gesetz, das dieses für anwendbar erklärt
  • Leistungen in besonderen Fällen und Grundleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Kinder- und Jugendhilfe, wenn im Haushalt ausschließlich Empfänger dieser Leistungen leben

Keine Wohngeldberechtigung haben:

  • Alleinstehende Auszubildende oder Studenten, die dem Grunde nach Anspruch auf Leistungen zur Förderung nach dem BAföG oder dem SGB III haben.
    Ausnahme: Ein Wohngeldanspruch besteht, wenn die Leistungen der Ausbildungsförderung ausschließlich als Darlehen gewährt werden oder wenn Sie mit weiteren Haushaltsmitgliedern zusammenwohnen, die dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe haben
  • Alleinstehende, die Leistungen nach dem sogenannten MobiPro (Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa) erhalten bzw. wenn alle Haushaltsmitglieder Empfänger dieser Leistung sind

Welche Unterlagen benötige ich?

  • Sämtliche Unterlagen in Kopie
  • Mietvertrag beim Erstantrag
  • Nachweis der Mietzahlung durch den Vermieter, alternativ die letzten 3 Kontoauszüge
  • Letztes Mietänderungsschreiben
  • Bescheid über Wasser- und Entwässerungsgebühren
  • Nebenkostenabrechnung
  • Sämtliche Einkommensnachweise der Haushaltsmitglieder der letzten 12 Monate

    z.B. Verdienstbescheinigung, steuerfreie Einnahmen und Kapitalerträge

  • Bescheid über Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II bzw. Bescheid über Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung

    Bei Erwerbslosen oder Sozialhilfeempfängern

  • Letzter Steuerbescheid/letzte Steuererklärung, Gewinn- und Verlustrechnung

    bei Selbstständigen

  • Schulbescheinigung

    bei Kindern ab 16 Jahren

  • Immatrikulationsbescheinigung

    bei Studierenden

  • Schwerbehindertenausweis
  • Bescheid über den Bezug von Pflegegeld

    bei vorhandener Schwerbehinderung

Für die Bewilligung von Wohngeld muss ein schriftlicher Antrag auf dem amtlichen Vordruck gestellt werden. Die dazu gehörenden Unterlagen können nachgereicht werden. Formlos eingereichte Anträge wirken nur fristwahrend, ein formeller Antrag muss nachgereicht werden. Der Antrag und die Unterlagen können persönlich, per Post oder eingescannt per E-Mail (Unterschrift nicht vergessen) eingereicht werden.

Der Bewilligungszeitraum beträgt in der Regel zwölf Monate. Zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes kann ein erneuter Antrag auf Wohngeld gestellt werden.

Rechtsgrundlagen

Weitere Hinweise

Wohngeldanträge mit Kurzarbeitergeld:
Damit es nicht zu einer Verzögerung kommt, sind bei Wohngeldanträgen mit Kurzarbeitergeld die Lohn-/Gehaltsbescheinigung oder eine sonstige verbindliche Information über die Höhe und Dauer des Kurzarbeitergeldes dem Antrag beizufügen.
Bitte legen Sie zusätzlich die Mindestnachweise vor:

- Kopie des Mietvertrages
- Einkommensbescheinigung/ Verdienstabrechnungen: mindestens ein Nachweis über mtl. Einkommen und über Sonderzahlungen (Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld etc.) bei weiteren Haushaltsmitgliedern.
- Nachweis über die aktuelle Höhe der Miete und der Entrichtung der letzten drei Monatsmieten (z.B. durch Kopien der Kontoauszüge)

Welche Fristen sind zu beachten?

Wohngeld wird frühestens ab dem Monat des Antragseinganges bewilligt.

Wie lange dauert die Bearbeitung

Verzögerung bei der Antragsbearbeitung

Auf Grund der am 01.01.2020 in Kraft getretenen Wohngeldnovelle kommt es leider zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten. Ich bitte um Ihr Verständnis.

Ansprechpartner


  • Haushaltsmitglied ist die wohngeldberechtigte Person.

    Haushaltsmitglieder sind auch:

    • die/der nicht dauernd getrennt lebende Ehegattin/Ehegatte oder Lebenspartner*in
    • die in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft lebende Person
    • Geschwister, Tante, Onkel, Nichte, Neffe
    • Schwiegereltern, Schwiegerkinder, Stiefeltern
    • Eltern, Kinder, Geschwister der Lebenspartnerin/des Lebenspartners
    • Schwägerin, Schwager und dessen Kinder, Nichte/Neffe der Ehepartnerin/des Ehepartners
    • Pflegekinder ohne Rücksicht auf ihr Alter und Pflegeeltern
    • Hinweis: Mitglieder einer reinen Wohngemeinschaft gehören nicht zum wohngeldrechtlichen Haushalt. Im Wohngeldantrag sind diese Personen unter Punkt 10 anzugeben.
  • Jahreseinkommen im Sinne des Wohngeldgesetzes ist die Summe der positiven Einkünfte (Brutto abzüglich Werbungskosten) gemäß § 2 Abs. 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes zuzüglich der Einnahmen nach § 14 Abs. 2 Wohngeldgesetz abzüglich der Abzugsbeträge für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge eines jeden Haushaltsmitgliedes.

    Es sind immer alle steuerpflichtigen und steuerfreien Einnahmen gewissenhaft anzugeben.

    Beispiele:

    • bei Arbeitnehmern: Lohn/Gehalt (Verdienstbescheinigung)
    • bei Rentnern: Renten aller Art (Rentenbescheide, Rentenmitteilung)
    • bei Einkommensteuerpflichtigen (soweit der Nachweis nicht durch die Verdienstbescheinigung zu erbringen ist) sämtliche Einkünfte, nachzuweisen durch:
      Einkommensteuer-Vorauszahlungsbescheid
      letzter Einkommensteuerbescheid
      letzte Einkommensteuererklärung
    • bei Empfängern von Unterhaltsleistungen: Nachweis über die/den Unterhaltszahler*in, die Art, Höhe und Empfänger der Leistungen
    • bei Kindern: Nachweis über Kindergeld
    • bei Arbeitslosen: Bewilligungsbescheid des Arbeitsamtes über Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld II
    • bei Auszubildenden oder Studenten: Nachweis über Art, Höhe und Empfänger der Ausbildungsförderung (z. B. BAföG, Berufsausbildungsbeihilfe)
    • bei Empfängern von Sozialhilfe oder Kriegsopferfürsorge: Nachweis über Art, Höhe und Empfänger der Leistungen
    • Nachweis über sonstige Leistungen: (z. B. Nachweise über Zinseinnahmen oder sonstige Kapitalerträge, Mieteinnahmen, Leistungen Dritter ggf. auch auf Darlehensbasis, Sachzuwendungen, Stipendien)
  • Wenn Sie in einer anderen Gemeinde oder in einem anderen Bundesland Wohngeld beantragen, verlangt die zuständige Behörde in der Regel die Vorlage einer Negativbescheinigung. Diese wird dann auf Nachfrage von der Wohngeldstelle des ehemaligen Wohnsitzes erteilt. Hierdurch soll abgeprüft werden, ob und bis wann Wohngeld gezahlt wurde.

    Das Ausstellen der Negativbescheinigung ist kostenfrei. Ein persönliches Erscheinen, um die Bescheinigung zu bekommen, ist nicht erforderlich. Die
    Beantragung erfolgt formlos. Eine bevollmächtigte Person ist berechtigt in Vertretung die Negativbescheinigung in der Wohngeldstelle herauszuholen. DIe Vollmacht ist vorzulegen.

  • Grundsätzlich werden keine Termine vergeben.

    Die Öffnungszeiten der Beratung/Antragsannahmestelle sind folgende :

    Montag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr

    Dienstag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 15:00 Uhr

    Mittwochs: geschlossen

    Donnerstag: 09:00 Uhr bis 12:00 und 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

    Freitag: 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

    Schnellberechnungen, ob ein Wohngeldanspruch besteht, können während der Sprechzeiten nur vorgenommen werden, wenn es das Kundenaufkommen vor Ort zulässt und die notwendigen Unterlagen vorliegen. Schnellberechnungen für Lastenzuschuss (Wohngeld für Eigentümer) können nur Donnerstagnachmittag in der Zeit von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr geleistet werden.

  • Umgehend mitzuteilende Änderungen sind unter anderem:

    • Anzahl der Haushaltsmitglieder,
    • Verringerung der Miete oder Belastung,
    • Erhöhung der Einnahmen und
    • Wechsel des Wohnraumes, auch innerhalb des Hauses.