Sind Sie allein erziehend und der andere Elternteil zahlt keinen oder keinen ausreichenden Unterhalt? Unter diesen Umständen kann Ihrem Kind Unterhaltsvorschuss gewährt werden.

Den Antrag auf Unterhaltsvorschuss können Sie gerne und ganz einfach digital/online ausfüllen und dort auch direkt die Nachweise hochladen. Den Link mit dem digitalen Antragsassistenten für Unterhaltsvorschuss finden Sie rechts unter den "weiteren Informationen" oder unter folgendem Link:

https://onlinedienste.bremen.de/Onlinedienste/Service/entry/uvorschuss

Aufgrund der aktuellen Situation haben die Sozialzentren des Amtes für Soziale Dienste in der Stadtgemeinde Bremen offene Sprechstunden und Hausbesuche derzeit eingeschränkt. Bürgerinnen und Bürger werden daher darum gebeten, ihre Anliegen telefonisch oder per Mail vorzutragen. In besonders gelagerten Einzelfällen kann ein persönlicher Termin vereinbart werden. Entsprechende Notdienste sind in allen Sozialzentren eingerichtet.

Kinder von 0 bis 5 Jahren haben ab dem 01.01.2021 einen Anspruch von monatlich 174,00 Euro, Kinder von 6 bis 11 Jahren monatlich 232,00 Euro und Kinder von 12 Jahren bis 17 Jahren von 309,00 Euro.

Voraussetzungen

Zahlt der andere Elternteil keinen oder keinen ausreichenden Unterhalt, wird Ihrem Kind Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) gewährt.

  • Eine wichtige Voraussetzung ist insbesondere, dass Ihr Kind bei Ihnen lebt und jünger als 18 Jahre ist.
  • Für Kinder nach Vollendung des 12. Lebensjahres ist zusätzlich Voraussetzung, dass diese selbst nicht auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind, bzw. durch die Unterhaltsvorschusszahlung aus dem SGB II-Bezug herausfallen oder dass der alleinerziehende Elternteil im SGB II- Bezug eigene Einkünfte in Höhe von mindestens 600 EURO brutto monatlich erzielt.

Wäre der andere Elternteil durchaus in der Lage, den Unterhalt für Ihr Kind zu zahlen, handelt es sich um einen Vorschuss auf den Unterhalt, den sich die Unterhaltsvorschussstelle von dem eigentlich unterhaltspflichtigen Elternteil zurückholt.

Wenn der andere Elternteil nicht in der Lage und deshalb auch nicht verpflichtet ist, den Unterhalt für Ihr Kind zu zahlen, wird eine Ausfallleistung gezahlt.

Für ausländische Staatsangehörige, die nicht die Staatsangehörigkeit von Mitgliedsstaaten des europäischen Wirtschaftraumes oder der Schweiz besitzen, muss die Anspruchsberechtigung im Einzelfall geprüft werden.

Welche Unterlagen benötige ich?

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Aufenthaltstitel

    Ausländische Staatsangehörige benötigen zusätzlich zum Ausweisdokument den gültigen Aufenthaltstitel (ggf. mit Zusatzblatt)

  • Kindergeldnachweis
  • Unterhaltstitel

    z.B. Unterhaltsurkunde, Gerichtbeschluss oder -urteil oder Nachweis über die Zustellung der Unterhaltsklage

  • Nachweis über den Trennungszeitpunkt oder die Scheidung
  • Vaterschaftsanerkenntnis

    Urkunde, Beschluss oder Urteil

  • Sorgerechtsentscheidung oder Sorgerechtserklärung
  • Freistellungsvereinbarung

    Mit der Freistellungsvereinbarung einigen sich die Elternteile darauf, dass der an sich unterhaltspflichtige Elternteil keinen Kindesunterhalt mehr bezahlt.

  • Nachweis über den Trennungszeitpunkt

    z.b. Bestätigung des Rechtsanwalts

  • (Mahn-) Schreiben im Zusammenhang mit der Geltendmachung von Unterhaltsforderungen des Kindes
  • Nachweise über Einkünfte aus Vermögen des Kindes (Zinsen u. ä.) und Arbeit des Kindes (z.B. Ausbildungsvergütung)